Klanglicht

„…dass die Schwingen ich erhebe, Ich gegen Ich, Licht zu Licht.“ (Ellen Lösch)

    

Aufführungen

04. November 2018 17:00 Uhr
"Das Fingerhütchen" - Märchenpremiere
Institut für Waldorfpädagogik, Altbausaal
Annener Berg 15, 58453 Witten

07. November 2018 20:00 Uhr
Rudolf Steiner Haus, Hügelstr. 67, 60433 Frankfurt

11. November 2018 19:00 Uhr
Die Filderklinik, Im Haberschlai 7, 70794 Filderstadt-Bonlanden

ABGESAGT 18. November 2018
Lebensgemeinschaft e.V. Sassen/Richthof

Veranstaltungshistorie:



Programm

Lunamare

„Musik… mich dünkt, sie klingt viel schöner als bei Tag!“
– lässt Shakespeare im „Kaufmann von Venedig“ Porzia sagen, und ihre Dienerin Nerissa weiß auch warum. Wir gehen in unserem Programm „Lunamare“ solchen Nachtstimmungen nach und loten die Rolle des Lichtes, des Wassers, der Luft und anderer Elemente dabei nach verschiedenen Richtungen aus. Neben Shakespeare helfen weitere Dichter/innen und – natürlich – MUSIK.
  • Domenico Scarlatti – Sonate h-moll L 87 / Markus Schrauth – das mondauge
  • Paul Celan – Zu beiden Händen
  • Christian Giersch – In der Waage, Aus der Ferne, Am Übergang; Martin Tobiassen – Möwenflug (Text von Conrad Ferdinand Meyer) – Flug der Küstenseeschwalbe, Traumtänzer, Reigen
  • Sappho/Gotthard Starke – Es tauchte der Mond schon
  • Siegfried Thiele – Vier Fragen an einen Ton: Sag an, fis, wie find ich dich? – Gefunden, fis, hab ich dich. Wohin nun führst du mich? Wohlan, fis, was weißt du von der Welt? – Fis und Ich lieben sich. Wie sie sich sich vertragen, wollen wir erfragen.
  • William Shakespeare/Martin Tobiassen – Melodramatisches aus dem „Kaufmann von Venedig“ (Auszüge vom Beginn des 5. Aktes)
  • Clair de lune – eine Seelenlandschaft nach dem Gedicht von Paul Verlaine (Eurythmie und Farbe)
  • Improvisation über "Au clair de la lune" von Jean Baptiste Lully (Musik)
  • Julius Knierim – Der Mondenbaum – ein Märchenfragment mit Musik
Das Programm "Lunamare" sucht das Gespräch zwischen den Künsten. Die Eurythmie erkundet die verschiedenen Räume von Sprache, Musik und Farbe, versucht Übergänge zu gestalten und erlebbar zu machen. Ihr Anliegen ist, die differenzierten Klangräume der Leier (wie sie sich anhand der überwiegend modernen Leierliteratur ergeben) zu erschließen und diese in Bewegung zu überführen.
Lunamare-Plakat

Instrumente: Martin Tobiassen spielt auf einer Salem-Sololeier von Horst Nieder, einer Gärtner-Altleier von Willibald Helbich, einer westafrikanischen Kora und einer Choroi-Diskantharfe von Eric Spelman Kostüme: Reinaldo Perez Maske: Yukie Matuzawa

Das Fingerhütchen

Fingerhuetchen-Plakat

„In einem fernen Lande, hinter sieben Hügeln, wo die Winde wehen und zwischen Licht und Schatten die Elfen tanzen und von Stern zu Stern eine geheimnisvolle Melodie erklingt, dort trug es sich zu, dass genau zu dieser Zeit vier reisende Menschen von einer wundersamen Geschichte erzählten...“

Im neuen Märchenprogramm des Klanglicht-Ensembles ist die rätselhafte Verwandlung des Fingerhütchens mittels Musik, Licht und Eurythmie inszeniert und mag manch kleines und großes Herz verzaubern...

Als Textgrundlage dient die irische Erzählung von Thomas Crofton Croker in der deutschen Übersetzung der Gebrüder Grimm.

Instrumente: Martin Tobiassen spielt verschiedene Flöten, Bordunleiern, Diskantharfe und Percussion Kostüme: Reinaldo Perez

Galerie

Solo

Quartett

Das Ensemble Klanglicht...

...besteht als Trio seit 2016. Schon seit 2009 arbeiten Nicola Anasch und Martin Tobiassen regelmäßig zusammen; Tobias Maurer als fester Lichtkünstler kam hinzu, weil das Thema „Licht und Farbe“ in den Programmen eine gleichrangige Bedeutung hat wie Musik und Bewegung. Die Zusammenarbeit begann mit der Frage nach der Beziehung zwischen dem Klang bzw. den Möglichkeiten der modernen chromatischen Leier und der Eurythmie. Entsprechend stehen Originalkompositionen für das junge Instrument im Mittelpunkt der Arbeit (siehe unter „Repertoire“). Ein weiteres Anliegen des Ensembles ist die Improvisation. Dabei kommen weitere Instrumente zum Einsatz und das Publikum kann mit einbezogen werden. Je nach Programm bzw. Projekt arbeitet das Ensemble mit weiteren Künstler/innen zusammen (Eurythmie, Sprache, weitere Instrumente, performative Malerei…). Anfang 2018 stieß die Sprachgstalterin Esther Böttcher dazu, um das Thema Sprache zukünftig gleichwertig darzustellen. Eine Übersicht über ihre aktuellen Veranstaltungen finden Sie unter esther-boettcher.com Besuchen Sie uns auch auf Facebook  
Gruppenbild Klanglicht-Ensemble
Eindrücke

Lunamare...

...ein gelungenes Verweben von vollem Leierklang – Eurythmie – und Lichtgestaltung. Hochprofessionelles Leierspiel mit meist modernen Kompositionen (auf vier verschieden klingenden Leier-Instrumenten) durch Martin Tobiassen – und ebenso professionelle eurythmische Gestaltung durch Nicola Anasch lassen diese Aufführung zu einem besonderen Kunsterlebnis werden. Die toneurythmische Gestaltung zu Leierklängen erfordert einen besonderen Ansatz, den sich Nicola Anasch seit vielen Jahren forschend erarbeitet hat. Die raumfüllenden Töne in ihrer sphärischen Leichte bedürfen eines großen eurythmischen Könnens, welches in dieser Aufführung zum beeindruckenden Erlebnis wird. Die Lichtgestaltung von Tobias Maurer unterstützt diese Besonderheit auf eindrückliche Weise. Die sparsam eingeflochtenen Texte machen den eurythmischen Ansatz von Sprache und Musik sichtbar. Das sieht man selten in dieser Klarheit! Erfrischend die stumme – und doch so ausdrucksstarke heitere Geschichte, die durch die eingesetzte Maske bei der Eurythmie die Mondstimmungen noch von einer anderen Seite einzufangen weiß. Dieser eindrücklichen und zutiefst heilsamen Aufführung wünscht man noch viele begeisterte Zuschauer!

Angelika Jaschke, Heileurythmistin, 20.11.2017

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